Mrz 17

Wahre Stärke erwächst dem Geist

Welchen Einfluss hat der Wille auf die Kraft?

“Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.”
Mahatma Gandhi

Herkules, der mythische griechische Held, hatte einen starken Körper und einen starken Willen. Nur durch diese Kombination konnte er alle zwölf ihm gestellten Aufgaben meistern. Allgemein kann gesagt werden, dass jeder durchtrainierte Athlet einen starken Willen hat. Denn erst der beständige Wille mit dem Körper hart zu arbeiten, formt diesen auch. Einem Athleten sieht man seinen starken Willen demnach an.

Aus dem starken Willen geht also ein starker Körper hervor. Dies bedeutet, die Person mit dem durchtrainierten Körper ist stark. Was Mahatma Gandhi in seinem Zitat meint, ist jedoch eine übergeordnete Stärke. Ein unbeugsamer Wille macht nicht nur einen starken Körper, sondern kann auch äußere Umstände verändern. Gandhi ist körperlich das genaue Gegenteil von Herkules. Dennoch war er so stark, dass er ohne Gewalt eine gesellschaftliche Revolution herbeiführte. Diese Form der Stärke ist nicht allein an den Muskeln eines Mannes oder einer Frau abzulesen. Und diese Form der Stärke kann weitaus größer sein als die körperliche Stärke.

Stärke ist demnach die Kraft des Willens körperliche und seelische Strapazen zu erdulden oder im besten Falle diesen zu entgehen.

Jan 17

Geheimnis des Glücks

Wie beeinflusst Entsagung unser Glücksempfinden?

“Das Geheimnis eines glücklichen Lebens liegt in der Entsagung.”
Mahatma Gandhi

Wenn man Wissen möchte, was einen Menschen glücklich macht, muss man zunächst wissen, was einen unglücklich macht. Zumeist rührt Unglücksempfinden daher, dass man etwas nicht hat, was man haben möchte. Der Mensch definiert für sich selbst, dass er erst dann zufrieden sein kann, wenn er dieses “Etwas” hat.

Dieses “Etwas” kann alles Mögliche sein. Hier eine kurze, beispielhafte Liste: Mehr Gehalt, einen Job, früher Feierabend als der Chef es möchte, an einem Tag Arbeiten und Freunde treffen und Papierkram erledigen, die Liebe hier und jetzt haben, nicht mehr diese oder jene Person auf dem Arbeitsplatz antreffen, reich sein und nicht mehr arbeiten müssen, mehr Muskeln haben, ein prestigeträchtiges Auto fahren, berühmt sein, nicht auf die Bahn warten müssen, …

Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Es gibt tausende kleine und große Gründe unglücklich zu sein, da es einen vermeintlich besseren Zustand gibt als den aktuellen. Vor allem aber ist man nie zufrieden mit dem, was man bisher erreicht hat. Denn es gibt eine Steigerung. Aber was wäre, wenn der Mensch sich sagt “Ich entsage diesem”. Entsagung könnte der Schlüssel zum Glück sein. Wenn man etwas Weiteres nicht mehr unverzüglich will, so lässt man es dann auch. Dann gibt es nichts mehr, wonach man unbedingt streben müsste. Das Glück ist hier und jetzt. Sicherlich gibt es einen Zustand der besser ist als der momentane. An den sollte jedoch nur dann gedacht sein, falls sich eine Entscheidungs- und Aktionssituation ergibt.

Dez 17

Mauern des Verstandes durchbrechen

Wie viel mehr steckt in dieser Welt als wir erahnen?

“Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt, kann man zu überhaupt nichts kommen.”
Albert Einstein

High-Tech oder auch alltägliche Elektronikgeräte wie z.B. ein DVD-Player basieren auf Techniken, die wir mit unserem Homo Sapiens Sapiens Gehirn nicht mehr nachvollziehen können. Dennoch haben diese Techniken große Auswirkungen auf unser Leben, die wir durchaus spüren. Quantenmechanik ist ein Grundpfeiler moderner Technik und widerspricht zugleich unserer üblichen Vorstellung von Natur, Gesetz und Welt.

Nachstehend werden einige Beispiele für ungewöhnliche Gesetzmäßigkeiten erläutert. “Ungewöhnlich” deshalb, weil wir mit unserem Alltagsverstand nicht den Kern des Gegenstandes erfassen können.

Raumkrümmung
Vermutlich ist vor dem 18. Jahrhundert kein Mensch, abgesehen von einigen Mathematikern, auf die Idee gekommen, dass der Raum gekrümmt sein könnte. Rein mathematisch lässt sich ein 3D-Raum innerhalb eines fiktiven 4D-Raums krümmen. Unsere Sinne jedoch sind auf die Wahrnehmung von bis zu drei Dimensionen beschränkt. Deshalb können wir uns die vierte Dimension und damit verbunden die Raumkrümmung nicht einmal vorstellen.

In der allgemeinen Relativitätstheorie beschreibt Albert Einstein die vierdimensionale Raumzeit. Seine Theorie besagt, dass jegliche Form von Energie die Raumzeit krümmt. Diese Krümmung erzeugt ein Beschleunigungsfeld, welches wir als Erdanziehungskraft wahrnehmen. Zudem lässt sich diese Verformung des Raumes auch direkt messen. Es gab 1965 Versuche von Wissenschaftlern, die ein kontinuierliches Radarsignal zur Venus sandten. Genau dann als die Venus neben der Sonne stand, kurz bevor sie hinter ihr verschwand, war die Laufzeit des Signals zurück zur Erde maximal. Der Grund: Das Signal musste auf dem Hinweg und auf dem Rückweg durch die Gravitationskuhle der Sonne.

Erkenntnisse solcher “Dimension” erhält man nur, wenn man gegen den Verstand verstößt. Das heißt, in diesem konkreten Beispiel braucht ein Signal länger als wir für gewöhnlich annehmen würden. Sicherlich gibt es noch weitere Naturgesetze solcher Art, die wir noch nicht entdeckt habe. Womöglich sogar Gesetzmäßigkeiten, die Einfluss auf unser Leben haben, die wir aber mit unserem reinen Menschenverstand nicht erfassen können.

Zeitdilatation
Unter Zeitdilatation versteht man den Aufschub von Zeit, der sich stets relativ zu einem anderen Bezugssystem bemerkbar macht. Extrem hohe Fluggeschwindigkeiten oder extrem starke Gravitationsfelder machen diesen Effekt deutlich. Damit kann man in die Zukunft des jeweils anderen Bezugssystem reisen. Auch dies ist ein Phänomen der Relativitätstheorie.

Karriereplanung
Möchte eine Person in den Vorstand eines renommierten Unternehmens, so wird sie es vielleicht nie schaffen. Selbst wenn die Person bis zur Rente ihr Bestes gibt. Ein Wechsel in ein anderes, weniger renommiertes Unternehmen bietet dann schon eher eine Aufstiegsmöglichkeit. Am Ende könnten solche Wechsel und der damit verbundene Aufstieg dem Angestellten die Tür in die Führungsetage beim gewünschten Unternehmen eröffnen. Das heißt, man kommt vielleicht gerade deshalb ganz oben an, weil man es nicht direkt angestrebt hat.

Möchte jemand ein weltweit agierender Auslandreporter werden, um die Welt zu sehen, wird es dieser jemand vielleicht nie so weit bringen. Wendet sich diese Person einem lukrativen Job zu und vergisst diesen Traum erst einmal, so kann sie mit dem erwirtschafteten Geld Reisen um die Welt unternehmen oder gar journalistisch auf eigene Kosten tätig werden.

Okt 17

Geld und ein perfektes Leben

Kann man sich seine Traumwelt erkaufen?

“Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.”
Albert Einstein

Das ist wohl ein wahrer Satz, wenn man bedenkt, dass ein bester Freund, eine beste Freundin oder ein Partner fürs Leben nicht käuflich sind. Wobei Geld durchaus die Menschen beeindrucken kann. Es gibt Frauen, die lassen sich vom Wohlstand des Mannes zu einer Beziehung verleiten.

Gesundheit ist ein weiteres Thema. Wobei auch hier Geld in vielen Fällen helfen kann, wo doch so viele Menschen in der dritten Welt an Krankheiten sterben, die wir mit wenig Geld bekämpfen oder gar heilen könnten. Gesundheit in der Familie ist wichtig. Dass man einen Vater und eine Mutter, ja überhaupt eine Familie hat, ist sehr wichtig – kann man sich aber nicht kaufen. Auch kann sich ein Mensch keinen Ruhm und keine Ehre erkaufen. Sicherlich hilft es, wenn jemand wohlhabend ist, um angesehen und respektiert zu werden. Jemand der eine lebenslange Haftstrafe absitzen muss, kann sich keine Freiheit leisten. Ein muskulöser Körper benötigt viel Training und damit eigene Tatkraft, Geld hilft hier nicht weiter. Jugend lässt sich nicht kaufen. Ja das Leben an sich lässt sich nicht kaufen. Irgendwann ist es vorbei. Auch wenn Geld materielle Güter verschafft, so kann es dem spirituellen Durst nach Erkenntnis und dem inneren Wunsch nach geistiger Aufgehobenheit im Sein nicht genügen.

Wobei beim Thema Freiheit bin ich mir nicht ganz sicher. Die meisten Menschen sind dazu verurteilt ein Leben lang arbeiten zu gehen, um überleben zu können. Das ist auch ein system-immanentes Gefängnis. Geld verhilft hier eindeutig zur vollkommenen Freiheit. Auch lassen sich viele Träume nicht durch Geld in Realität umsetzen. Um eine begnadete Sängerin zu sein, braucht man Talent. Um auf 100 m Weltrekord zu laufen, braucht man viel Übung und den perfekten Körper. Möchte ein hässliches Mädchen für ihre Schönheit von der ganzen Welt bewundert werden, so bringen Schönheits-OPs in unserer Epoche noch keinen Erfolg. Auch surreale Träume wie “Ich möchte in meiner Jeans und meinem Hemd Kraft meines Geistes durch die Galaxis zu einem anderen Stern fliegen” lassen sich nicht durch Geld verwirklichen.

Wobei man sagen muss, dass Geld auch viele, viele Träume real werden lässt. Möchte jemand Hollywood Star werden, so legt dieser jemand 100 Millionen Dollar auf den Tisch, produziert einen Film mit sich selbst in der Hauptrolle, schmeißt die PR-Maschinerie an und prompt gehört diese Person der Hollywood Szene an. Mit Geld lässt sich viel machen: Eigenen Sender kaufen und sich selbst rund um die Uhr in allen Sendungen darstellen; Weltreisen noch und nöcher; Flug zum Mond; Prominenz lässt sich kaufen; Gebäude und Kunstwerke nach Belieben errichten; Obdachlosen und Armen stets ein Überraschungsgeschenk machen, indem man ihnen spontan 1000 EUR in die Hand drückt; alle Freunde und die gesamte Familie auf Urlaube und Veranstaltungen einladen und mitnehmen; einem jungen Passanten abends auf der KÖ 100.000 EUR in die Tasche stecken und sagen “Kannste behalten, ist für dich”; eigene Masseurin, Butler, Koch einstellen; riesen Villa kaufen; Elektro-Auto kaufen; eigene Produkte entwickeln; eigene Video-Games entwerfen und entwickeln lassen; eine Insel kaufen und darauf leben, dazu ein Wasserflugzeug; eigene Sportart vermarkten und selber darin der Beste werden – dazu müssen z.B. Hallen weltweit errichtet und die Veranstaltungen organisiert werden; Video-Games-Land in jeder Stadt eröffnen, wo Jugendliche im Turnier Preisgelder gewinnen können, falls sie gewinnen; eigene Musik produzieren und vermarkten; eigene Squash-Halle errichten, täglich üben und die weltweite Teilnahme an den Turnieren selber finanzieren; das Böse im Untergrund bekämpfen; Krankheiten und Kriege abwenden; Naturparadiese schützen durch Öffentlichkeitsarbeit und durch finanziellen Ausgleich der betroffenen Bevölkerung; und so weiter.

Wie man sieht, gibt es viele, viele Dinge, die Geld ermöglicht. Jedoch wären diese ohne Gesundheit, Familie und Freunde bei weitem nicht so wertvoll.

Aug 17

Glück haben und glücklich sein

Wie wird man glücklich?

“Es gibt keinen Weg zum Glück. – Glücklich-Sein ist der Weg.”
Buddha

Der alte Buddha war schon weise. Viele Menschen glauben, dass sie erst dann wirklich glücklich sein können, wenn Sie ein bestimmtes Ziel erreicht haben. Jedoch verfliegt diese erste Euphorie nach dem Erreichen dieses Ziels häufig sehr schnell. Zudem weiß man vorher nicht wirklich, ob es das ist, was einen hinterher wirklich erfüllt. Weiterhin werden die meisten großen Ziele nie erreicht. Sollte ein Mensch dann immer unglücklich gewesen sein?

Wie Buddha schon sagt, sollte ein Mensch seinen Lebensweg nicht dem Streben nach Glück opfern, sondern seinen Lebensweg als Glück ansehen. Das heißt, der Mensch an sich trifft Kraft seines Bewusstseins die Entscheidung glücklich zu sein. Jeden Tag aufs Neue. Nichts kann ihn davon abhalten – nur er selbst. Den Ist-Zustand jeden Tag als das Ideal anzusehen und zugleich nach vorne und nach oben zu streben ist eine Möglichkeit.

Nur kann man sich immer dazu entscheiden oder macht man sich nur etwas vor? Zum Beispiel als Häftling der täglich gefoltert wird, fällt es doch arg schwer sich zum glücklich sein zu entscheiden. Das ist wahr, unter Folter zu schreien “Ja, ich bin froh!”, ist satirisch. Dennoch kann man Extrembelastungen durch eine schicksalsergebene Gelassenheit psychologisch besser verkraften. Auch hier ein Akt der Entscheidung. Im Alltag sind solche Situationen bei den meisten Menschen nicht gegeben.

Eine weitere bemerkenswerte Prämisse steckt in dem Aphorismus von Buddha: ”Es gibt keinen Weg zum Glück.” Die Vision des vollkommenen Glücks in der Realität wiederzufinden ist praktisch unmöglich. Sie spricht sogar gegen die Naturgesetze. Das Leben ist so komplex und hängt von so vielen Unwägbarkeiten ab, dass es schier unmöglich ist, alle Gegebenheiten vollends herzustellen. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass ein Mensch allein nicht die volle Kontrolle über die Welt und sein eigenes Leben hat. Einzelne Faktoren können durchaus stimmen, wie z.B. das perfekte Haus, Baseball-Profi, Weltreise etc. Falls man tatsächlich Baseball-Profi ist, so kann man sicherlich ein perfektes Haus haben und noch eine Weltreise machen. Jedoch haben die meisten entweder ein Haus und dann kein Geld mehr für eine Weltreise oder umgekehrt.

Man kann immer noch eine Schippe drauf legen, noch etwas höher und weiter sein als der andere. Vielleicht beginnt der Mensch genau da nach einer Perfektion zu trachten, die es nicht gibt und vielleicht wird er dort unglücklich. Albert Einstein, wohl eines der größten Genies der Menschheit, ist bis heute Gipfel der Wissenschaft. Dennoch hatte er kein perfektes Privatleben und die Weltformel konnte er auch nicht knacken. Daran ist er gescheitert. Hätte er es nicht versucht, wüsste man es nicht. Aber im Streben lag sein Glück.

Im Übrigen, hätte er es geschafft, wäre er wohl für immer in die Geschichte eingegangen. Vergleichbar mit einem Menschen, der auf eigene Faust eine Rakete baut und zum Mars fliegt.